a Maltese Love Story – 21. Dezember 2009 im Apollo Kino.

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Am 21. Dezember läuft im Apollo Kino “A Maltese Love Story”, 21 Dinge die man über Malta wissen muss.

Apollo Kino, Gumpendorferstraße 63,
Kinosaal 3
Einlass 18:30, Filmstart 19:10

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a maltese love Story

a maltese love Story

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Peter Berger war in Malta um die Maltese Love Story zu moderieren ;o).

2121 – die Geschichte von Peter Berger und Dori Tanzl jetzt kaufen

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Mein erstes Buch ist nun seit über 1 1/2 Jahren am Markt und in wenigen Monaten wird “Peter Berger” nach Malta fliegen um seine Malta-Love-Story  abzudrehen.

Grund genug auf diesem Blog nun die gesamte Geschichte von Peter Berger und Dori Tanzl zu posten. Natürlich ist das Buch nach wie vor erhältlich und nach wie vor ist es sicherlich eine kurzweilige und sehr amüsante Geschichte.

Am besten kauft man es auf Amazon: 2121 - Die Geschichte von Peter Berger und Dori Tanzl

Viel Spaß beim Lesen, egal ob “open source” hier im Blog oder tatsächlich als Buch in den Händen haltend.

Kapitel 1

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Kapitel 1
Einstiegsgedanken
[eric clapton – tears in heaven]

(In der ersten April Woche 2004 war es ungefähr so … )

„Irgendwie hab ich ein total komisches Gefühl, es ist wie wenn man eine Gitarre ist, die jahrelang geliebt wurde, im Chelsea, Flex, Schlachthof Wels und sogar auf der großen Posthof Linz Bühne gespielt hat und dann im Moneypoint in der Ecke steht, mit einem nicht wirklich schönen Preisetikett beklebt auf dem EUR 80 zu lesen ist, dabei weiß man doch, dass man mindestens 500 EUR wert ist. In diesen Momenten verliert man als Gitarre all sein Selbstvertrauen. Die erste Frage ist natürlich immer „Warum?“ – na ja, weil das Herrchen sich denkt, er ist jetzt so ein Superstar und braucht die neueste Takamine limited edition mit irgendwelchen Affen auf der Rosette des Gitarrenkorpus. Dabei ist doch der Affe der Gitarrist, der sein Instrument, das ihm über Jahre treu, immer für ihn da war, wegstellt. Für so eine blöde neureiche Tussy-Gitarre.

Eigentlich sollte ich mich nicht total in irgendwelche Gitarren hineinversetzten und warum sich Gitarren so fühlen, sondern darüber denken warum ich mich so fühle.

Ganz klar eigentlich: Dori – meine geliebt-gehasste … mhh gehasste eigentlich überhaupt nicht, aber was – Ex-Freundin? Wir waren ja eigentlich nie zusammen. Ex-Nicht-Beziehungs-Beziehung? Hab keine Ahnung. Mags auch gar nicht wissen, mag eher, dass es so ist wie noch vor so ungefähr zehn Tagen als die Welt noch total in Ordnung war, für mich zu mindestens.“

Peter liegt mal wieder im Bett mit einem Lehrbuch in der Hand, diesmal ist es zur Abwechslung wieder öffentliches Wirtschaftsrecht beim Herrn Diregger. Eigentlich ist es schon toll, dass er probiert zu lernen. Doch die Gedanken gleiten immer wieder zwischen die Welt des interessanten öffentlichen Rechtes und seiner gerade verflossenen „grande l’amour“ hin und her. Auf dem „so dahingleiten“ zwischen den Themen gibt es natürlich auch noch eine Menge Zwischenthemen die Peter am Herzen liegen.

Wer ist Peter?
[live – dolphins cry, accoustic version]

Peter Berger, zu diesen Zeitpunkt 25 Jahre alt. Student. Im Prinzip schon sehr alt um noch zu studieren. Halt eben ein alter Student. Er ist 183 cm groß. Genau richtig groß könnte man zumindest meinen. Mit Kilogramm: 94 ist er halt dick. Aber rein grundsätzlich nimmt er gerade ab.

Peter ist ziemlich fleißig. Er macht immer alles Andere, außer das, was er gerade tun sollte. Aber im Prinzip erledigt er so eigentlich irrsinnig viel. Vieles, so könnte man meinen, zum falschen Zeitpunkt. Doch gibt es „den richtigen Zeitpunkt“ überhaupt?

Peter verdient seinen Lebensunterhalt, indem er bei seinen Eltern wohnt und so keine Betriebskosten hat. Gut, das war jetzt vielleicht gemein. Er arbeitet für eine Consultingfirma. Ist eigentlich total zufrieden dort. Sein Chef ist manchmal ein wenig konfus und lustig drauf. Aber er fühlt sich gerade richtig beschäftigt und die Arbeit macht größtenteils Spaß, außer wenn er damit eingedeckt ist irgendwelche Skripten zusammenzuheften. Das taugt Peter gar nicht. Wenn es aber darum geht einen Film „auf cool“ aber doch seriös zu schneiden, dann ist Peter immer sehr zufrieden.

Nebenbei hat Peter eine nette Wohnung, die er vermietet und so verdient er auch ein wenig dazu.

Blöd nur, dass die Sache mit der Peter die meiste Zeit in seinem Leben verbringt vieles von seinem Geld irgendwie auf mysteriöse Art und Weise schluckt. Peter tut nämlich so als wäre er Musiker. Naja er spielt schon Gitarre, so ist es ja nicht, aber es gibt sicherlich bessere Gitarristen. Seine Band „Pardon?“ besteht aus super feinen Jungs und so fällt das gar nicht auf, dass Peter selber nicht der tollste Gitarrenspieler ist. Neben dem „selber Musiker sein“ – er nennt sich selbst seit vielen Jahren „little Rockstar“ (aber *psst*, das ist eigentlich ein Geheimnis) kümmert er sich um seine Organisation „Band:Link“, kompiliert Sampler, sorgt für Presseberichte über den Sampler und die Bands. Außerdem organisierte er bis dato rund 200 Konzerte, Tendenz steigend. Echt eine feine Sache dieses Band:Link Zeugs, aber eigentlich sollte man mit so viel Arbeit hinter einer Sache schon längst reich sein. So denkt zumindest sein Kollege Franz Zeisl darüber.

Peter hat eigentlich ein gutes Herz. Probiert soviel er kann für andere zu erledigen, oft vergisst er dabei halt auf sich selber. So möchte er Spenden für Schulsachen in Burma sammeln, sollte aber eher mal probieren Spenden für sich selber zusammen zu bekommen.

Abgesehen von UNI, ARBEIT, BAND:LINK und MUSIK hat Peter noch viele andere Gedanken und Projekte, wie es in Manager-Deutsch heißen würde, im Kopf. Er möchte zum Beispiel gerne wieder eine e-cards Seite unter dem Namen friends4ever bauen – und so die Menschen näher zusammenbekommen. Radelt gerne, fährt Ski, segelt und surft.

Peter ist also ein viel beschäftigter junger? Mann der Katzen mag. So könnte man Peter gut in einem Satz beschreiben.

Vor 9 Monaten
[sergej pepper –don’t cry]

Ein Mädl mit rotem Rock, schwarzem ärmellosem Leiberl, barfuss sitzt am Fuße des Russendenkmals am Wiener Hochstrahlbrunnen.

“Verdammt wo bleibt diese Dori, mit der ich heute mein Date des Tages habe?“, sagt Peter zu Christoph, der sich gerade hinter der Hochstrahlbrunnen Live Bühne auf seinen Auftritt vorbereitet. „Kommt schon noch“, meint Christoph.
Peter schaut mal wieder rüber zum Denkmal. „Weißt was, wenn die Dori nicht kommt, dann sprech ich das alleine dasitzende Mädl beim Russendenkmal einfach an. Ich hab eh solange kein Mädl mehr angesprochen.“ Christoph nickt.

Peter geht zum Russendenkmal. Von der Nähe wird ihm alles klar. Das ist das Mädchen, an dem der gelbe Flitzer vor ein paar Tagen beim Wilhelminenspital vorbeigefahren ist. Dori, die Peter eigentlich eh schon seit ewig kennt, aber aus den Augen verloren hat. Dori Tanzl wie sie leibt und lebt. „Hallo Dori“ – „Hallo Peter“. Die zwei jungen Leute schütteln sich die Hände und gehen an den Tisch wo ToBi und seine Schwester sitzen. Man stellt sich vor und beginnt zum „small talken“.

Peter ist abwesend. Da er für den Abend verantwortlich ist, merkt er wie lauter Pannen auftreten, wenn er nicht alles selber macht. So lässt er Dori einfach alleine und kümmert sich um den Bühnenaufbau. Dori ist aber gar nicht so alleine, sie trifft auf lauter Leute die sie kennt.

Endlich 20:00 Uhr, das Konzert beginnt. Peter möchte nichts mehr als sich jetzt um Dori kümmern, doch sind so viele Leute bei ihr, dass er sich nicht recht traut. In Peter kommt plötzlich ein komisches Gefühl auf. Eifersucht! Eifersucht auf all die Leute, die neben diesem wunderschönen Geschöpf stehen und mit ihr reden, obwohl ja eigentlich er das Date mit ihr hatte. Peter trinkt ein Bier. Alkohol. Da Peter ein Medikament nimmt um sein Blut zu verdünnen, sollte er dies eigentlich eher nicht tun. Peter ist noch immer eifersüchtig. Dabei dürfte er es gar nicht sein. Er kennt Dori als erwachsenes Mädl erst seit 40 Minuten. Er hat Dori bis jetzt gerade einmal die Hand geschüttelt.

23:00 Uhr, ToBi, ToBi’s Schwester, eine gute Freundin von ToBis Schwester und Peter sitzen noch bei der Bar neben dem Russendenkmal. Alle wollen mit Peter reden, aber Peter hört nicht zu. Er schaut die ganz Zeit rüber zu Dori, die nun neben einem langhaarigen Typen sitzt. Auf der Wiese. Am Boden. Irgendwie ein sehr Natur bezogenes Sitzen. Plötzlich verzupft sich der langhaarige Typ. Die Minuten vergehen in Zeitlupe. Noch immer wollen alle mit Peter reden, noch immer denkt Peter nur an Dori. Dann steht Peter auf, geht zur Dori und holt sie zum Tisch.

Small Talk Teil zwei. Diesmal aber irgendwie schöner und einfacher als beim ersten Mal. Trotzdem, nach ein paar Minuten steht die gesamte Bande auf und geht in Richtung U3.

In der Straßenbahn und U-Bahn halten Dori und Peter extrem viel Abstand. Möglichst nur nicht nebeneinander stehen. Es knistert in der Luft. Keiner der beiden traut sich Gefühle einzugestehen. Peter bringt ToBi und ToBis Schwester nach Hause, fahrt nur noch mit Dori neben sich zu ihr. Peter fasst allen Mut zusammen. „Du Dori, wollen wir noch was trinken gehen?“ „Ok, lass uns ins Vorstadt fahren.“ Zum Glück weiß Peter wo das Vorstadt ist, da er mit Oliver oft dort war. Im Vorstadt ist es schon sehr ruhig. Beide gönnen sich noch ein Bier. Peter erfährt viel über Indien. Dori erfährt viel über Malta. Beide lernen sich kennen. Dori ist ziemlich patschert. Aber irgendwie so lieb beim Patschert-Sein, denkt sich Peter. Bei beiden ist die Sekunde „x1“ eingetreten. Die Sekunde in der etwas passiert. Auch wenn vielleicht nichts Offensichtliches passiert ist, wie ein Kuss oder so, waren sich die zwei jungen Menschen bewusst, dass sich an diesem Tag ihr beider Leben nachhaltig verändern würde.

Sperrstunde. Peter bringt Dori noch mit dem Auto vor die Türe. Dori knallt Peter ein Abschiedsbussi auf den Mund. Ein dermaßen schönes Bussi hat Peter schon lange nicht mehr bekommen. Kurz fühlt er sich „nicht von dieser Welt“.

Peter fährt nach Hause, schläft ein, ist einfach nur glücklich.

Kapitel 2

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Kapitel 2
Besuch im Irish-Pub
[traditional irish song – whiskey in the jar]

48 Stunden, 24 SMS später. Dori und Peter stehen in der Stadt rum. Beim Burgtheater. Peter probiert sich zu erinnern, wo es in der Stadt hip ist wegzugehen. Peter ist nämlich nicht der große Weggeher. Er geht schon gern ins Kino, oder mal gut essen. Auch geht er gerne in der Videothek, um sich eine gute DVD zu besorgen, aber in der Stadt war er seit langer Zeit nicht mehr.
„Molly Darcies“ spinnt es in seinem Kopf rum. Er packt Dori kurz bei der Hand und zeigt ihr so den Weg zum Lokal. Sie gehen rein. Setzen sich auf einen Tisch nahe dem hinteren Ausgang. Ist eigentlich gar nicht so gemütlich dort. Trotzdem kommen sich die beiden näher. Und damit ist jetzt nicht gemeint, dass sie sich küssen oder so. Sondern sie beginnen sich Geschichten über Themen zu erzählen, die man vielleicht beim ersten Treffen noch nicht anschneidet, oder die man sonst beim ersten „Date“ eben einfach nicht preisgibt.

Ein Beispiel gefällig? Peter: „Also weißt du wie ich die Welt sehe. Es gibt laufend Entscheidungspunkte. Nennen wir sie einfach „Keypoints“. Eigentlich könnte jeder Moment in deinem Leben ein Keypoint sein. Fällt dir z.B. ein Klavier auf den Kopf, wenn du einfach auf der Straße dahinflanierst, dann ist es ein zufälliger Keypoint, auf den hast du keinen Einfluss. Obwohl ein Klavier am Schädl sicherlich deine Welt verändern wird. Aber abgesehen von diesen zufälligen Keypoints gibt’s die, wo man wirklich heftig nachdenken muss. Was studiere ich? Liebe ich meine Freundin noch oder soll ich Schluss machen? Nehm ich beim One-Night Stand nen Gummi oder vertraue ich auf mein Gefühl und machs ohne? Wohin soll ich ziehen? Auslandssemester JA/NEIN …? Weißt du was ich mein’? Das sind die Momente wo du aktiv dein Leben beeinflusst und das auch WIRKLICH weißt.

Manchmal gibt es so Mini-Keypoints, die zu großen Keypoints werden und die wiederum durch einen zufälligen Keypoint ausgelöst wurden.
Die andere große Frage ist natürlich Schicksal und Bestimmung oder auch Zufall. Also Faith and destiny or random events.

Aber ich hör jetzt lieber auf, sonst sind wir gleich beim Huhn/Ei Thema, oder?“

Dori ist jetzt verwirrt. Ob es der Cider ist oder die Worte von Peter kann man nicht so klar erkennen. Beide nippen an ihrem zweiten Cider. Peter ist noch immer Blut verdünnt, noch immer ist Alkohol nicht sehr hilfreich wenn er einen klaren Kopf behalten will. „Cash please“, gefolgt von einer lustigen Handbewegung die der Kellnerin zeigt, dass sie die Rechnung bringen soll. Diese wird dann traditionell zerrissen nach Bezahlung. Die Handbewegung hat Peter aus Malta, das Zerreißen von seiner Freundin Silvia. Peter ladet Dori ein, die Zwei verlassen das Lokal und schlendern zum Rathausplatz.
Der Rathausplatz
[johann strauss – die fledermaus]

Dort angelangt holt Dori was zu trinken und Peter und sie beschließen sich irgendwo auf die Wiese zu setzen. Dori möchte wieder naturverbunden sein und sich zu ihren Freunden den Ameisen gesellen. Peter hat zwar Sesseln lieber, aber was macht man nicht alles, um neben einem süßen Mädchen zu sitzen. Peter und Dori reden. Über ihre Eltern, über die Vergangenheit. Über die Legende des jeweils anderen. Beide sind sich so nahe, aber doch nicht. Denn keiner traut sich etwas zu tun. Peters Hände beginnen zu kribbeln. Er sieht die tollen Finger seiner „auf der Wiese sitz’“-Kollegin und wünscht sich nichts mehr als sie sich zu krallen.

Irgendwann ist die Action am Rathausplatz vorbei. Peter bringt Dori beim. Dori bittet Peter noch rauf auf ein Glas Wasser.

Musikerhände
[tracy chapmann – baby can you hold me tonight]

Auf der weißen Couch bei Dori, gleich neben dem großen Teddy macht es dann plötzlich „klick“ und es passiert. Die Hände berühren sich. Es liegt etwas unbeschreiblich Schönes in der Luft. In der 54 m² Wohnung in Alt Ottakring. Zwei Menschen spüren, dass sie zueinander gehören und wenn nicht für immer, dann zumindest jetzt, wie lange auch immer „das Jetzt“ dauern soll. Es ist nicht diese Art von Gefühl, die man hat wenn man beim Fortgehen aufgerissen wird und man einfach nur vögeln möchte. Es ist tausendmal schöner. Fast unbeschreibbar schön. Die Hände streicheln sich immer intensiver. Die Zeit verrinnt in Zeitlupe, die Köpfe bewegen sich aufeinander zu. Die Augen werden fast ganz geschlossen. Ein Kuss.

Das erste Mal
[the cure – boys don’t cry]

Während „Boys don’t cry“, Doris aktueller Lieblingssong im Hintergrund als jedes 2. Lied, manchmal auch jedes 3. Lied im Win Amp gespeichert ist, wird der Kuss zwischen Dori und Peter immer intensiver. Beide beginnen langsam, aber sicher sich der Kleidung zu entledigen. Die ersten Küsse die nicht mehr den Mund treffen, sondern scheinbar unabsichtlich den Hals, später dann Doris beachtlichen Busen und noch tiefer, sind unvermeidbar. Es wird geschmust, dabei innegehalten um ein bisschen zu kuscheln, sich zu umarmen um dann ein Zimmer weiter zu gehen, um Liebe zu machen. Es ist nicht ficken, es ist Liebe machen. Auch wenn beide mit dem Wort Liebe ganz und gar nicht umgehen können, gibt es dafür keine andere Beschreibung. Das erste Mal miteinander. Und gleich ist alles irgendwie total vertraut und gleichzeitig so neu. „Du riechst so gut.“, flüstert Peter Dori ins Ohr und es klingt total ehrlich und nicht wie aus einem Pornofilm kopiert.

Nach einer intensiven Session, die die Herzfrequenz von beiden jenseits der 200 befördert hat, gehen die beiden gemeinsam duschen.

Danach wird noch eine Runde gekuschelt. Ansehen. Kuscheln. Reden. Ansehen. Kuscheln. Küssen. Die Sonne geht langsam auf. Noch für 20 Sekunden kuscheln. Für 10 Sekunden sich ansehen und ein letzter Kuss.

Peter zieht sich an. Dori: „Schlaf bitte bei mir.“ Peter: „nebeneinander einschlafen und aufwachen heißt für mich, dass wir dann zusammen sind, und das geht noch nicht.“

Peter geht zum Auto, fährt berauscht durch das Gefühl der aufkeimenden Liebe und Schlaf nach Hause. Der Cider ist längst als Treibstoff verbraucht.

Daheim „piep piep“ – „Es war irre schön mit dir.“ Im Bett nach dem Zähneputzen ein zweites Mal „piep piep“: „Das Bett duftet noch so gut nach dir, es ist so gemein, dass du nicht da bist“.
„Du hast recht, es war unglaublich schön, träum süß kleiner Fisch“

Kapitel 3

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Kapitel 3
Das Kino
[nena – 99 luftballons, von Nena feat. Nena]

„Gehen wir ins Kino?“, steht es am Display von Dori geschrieben. „Ok was denn?“ „Terminator 3 wäre toll“ „fein“ „20.00 vorm Artis Kino, db Peter“ „Ist gut kleiner Fratz, freu mich auf dich, dbd“.

Begrüssungskuss gefolgt von inniger Umarmung. Die Zeichen stehen eindeutig auf Kinodate! Peter und Dori sind beide noch sehr müde vom Vortag, aber was solls, wenn der Film nicht toll ist kuschelt man einfach. Im Artis Kino ist man sowieso immer ziemlich ungestört.

Der Film ist zwar nicht so super, aber dafür sehr laut, somit schläft man nicht ein und immerhin sieht man den Arni am Anfang nackig. Musikerhände halten sich fast den ganzen Film ganz fest und beide genießen es ganz nahe beim anderen zu sein.
Dori ist zwar ein Filmnarr, hat aber noch keinen Terminator, keinen Star Wars und keinen Indiana Jones Film zuvor gesehen. Dass Dori neben Peter nun im Kino sitzt ist eindeutig von einer Hormonstörung verursacht, welche durch das im Menschen programmierte Fortpflanzungsverhalten ausgelöst wird. Das ist auch soziologisch bewiesen. Es ist ja immer so, wann gehen die Frauen am Fußballplatz und die Männer ins Musical? In den ersten vier bis fünf Wochen einer neuen aufkommenden Beziehung. Da wird der Mann zur Frau, die Frau zum Mann und das nur damit man möglichst viel Zeit miteinander verbringt, um wiederum viel Zeit für Sex zu haben, welcher logischerweise zu Nachwuchs führen sollte. Dank moderner Hilfsmittel wie Gummihut und Pille kommen aber keine Kinder und so muss man sich dann mit diversen Problemen auseinandersetzen. Da man plötzlich erkennt, dass man zwar Zeit miteinander verbringen möchte und auch sext, aber das ganze irgendwie nicht zu dem Resultat „Erhaltung der Menschheit“ führt. Zumindest nicht sofort. Man könnte somit fast sagen, dass die Schmetterlinge im Bauch solange überleben bis die Erkenntnis der „Nicht-Fortpflanzung“ eintritt. Interessanterweise lernt man in dieser Hinsicht sein ganzes Leben nicht dazu.

„Magst noch was machen?“ „Glaub ich nicht mehr… wollen wir nicht einfach zu mir fahren?“ Dori und Peter sind mal wieder in der Altbauwohnung und beginnen mit den…
Sexereien
[sportfreunde stiller – 7 tage 7 nächte]

An diesem Abend beginnen für Dori und Peter sehr intensive sieben Tage und ebenso viele Nächte. „Alibikurzdates“ die im Laufe der Woche immer näher von Doris Wohnung ausgemacht werden. Nur um möglichst schnell im Bett zu sein. Die Hormonstörung ist an ihren absoluten Höhepunkt angelangt. Eine Sache kommt in der Zeit aber viel zu kurz. Das miteinander Reden. Man sieht sich, Peter erzählt drei Kurzgeschichten. Sex. Der Sex ist sehr ausdauernd, sehr intensiv, sehr schön. Trotzdem irgendwie hat man das Gefühl, dass es fast wichtiger gewesen wäre, sich mal ein Date total weit weg von Doris Wohnung auszumachen oder einfach mal ein paar Stunden spazieren zu gehen. Vielleicht führt auch gerade das nicht miteinander Reden dazu, dass sowohl Peter als auch Dori sich eine Auszeit nehmen wollen. Das aber nicht aussprechen wollen. Und somit planen die beiden einfach mal die nächsten darauf folgenden Tage ohne den anderen zu verbringen.

Die Urlaubspläne
[placebo – every you every me]

Also geschieht es in der Mitte der sieben Tage sieben Nächte Woche ungefähr so:

“Peter, fliegen wir wieder nach Spanien?” Absender DGKS Katharina aus Graz. Über zwei Jahre waren Peter und Katharina offiziell zusammen. Die darauf folgende Periode haben sich die Zwei noch öfters gesehen. Haben auch den ein oder anderen Urlaub gemeinsam verbracht. Es war immer lustig. „Mmmh ja von mir aus, wieder Almeria oder woanders?“. „Almerimar (nicht Almeria) war zwar ein Traum, aber woanders.“ „Ich schau mal nach.“

Bei der Restplatzbörse Volkstheater: „Hallo ich hätte gerne eine günstige Reise irgendwo hin ans Meer!“ Dori steht bei einem alten Freund von ihr in der Restplatzbörse. „Alleine oder zu zweit?“ „Alleine.“ „Ich hätte da Griechenland ganz billig anzubieten.“ „Ok nehm ich.“

„Torremollinos ist toll, da gibt’s `ne Menge Discos, aber das Hotel wäre etwas abseits der City, also eine gute Kombi aus Disco und Ruhe, soll ich online buchen, vertraust mir?“ „Ok mach ma das, gfreu mi.“ Peter packt die Kreditkarte aus und bucht für Torremollinos. Zwei Personen, Katharina Krause und Peter Berger, Edel-Suite mit getrennten Betten.

Danach fällt ihm ein, dass er am Abend eigentlich Dori sieht.

Abschiedsabend
[cranberris – when you are gone]

Wenn Peter in den Tagen davor sich nicht mit Dori gespielt hat, hat er Gitarre gespielt. Da kommt Peter die Idee doch selber mit Pardon? am Hochstrahlbrunnen aufzutreten. Er macht einfach mal so das Konzert aus ohne seine Jungs zu fragen. Der singende Pole hat keine Zeit. Macht nichts denkt sich Peter, dann spielen wir halt zu dritt.

Ungefähr 22:00 Uhr, einen Tag vorm ersten Konzert von Pardon?. Peter liegt neben Dori im Bett. Es war mal wieder Zeit gewesen zu kuscheln und mehr. Diesmal war es total einfach. Denn Dori hat den Koffer mit ihrem ganzen Gewand schon bei ihren Eltern gelassen und hat aber irgendwie alle ihre Slips, Boxershorts usw… eingepackt. Damit musste Peter diesmal einfach nur in der Küche ihre Hosenknöpfe öffnen und schwuppi ists passiert. Das war so ungefähr um 18 Uhr gewesen.

Peter und Dori liegen also so nebeneinander, kuscheln. Es ist ruhig. Aber wiederum wunderschön. Gleichzeitig sehr spannend. Ungewiss aber doch gewiss, aber wieder ungewiss. Dori ist ein paar Stunden vorm Abflug. Peter fliegt in 34 Stunden, mit der Krankenschwester aus Graz, spielt aber in 20 Stunden sein erstes Konzert seit über 2 Jahren.

„Ich möchte, dass wir uns in 10 Tagen wieder sehen!“ Peter schrickt auf. Schaut Dori ungläubig an. Klar sehen wir uns wieder! Warum sollten wir uns denn nicht wieder sehen? Dori nimmt Peter bei der Hand: „Du ich hab dich lieb.“ „Ich hab dich auch lieb, ich hab dich sooooooo sehr lieb.“ Peter ist knapp davor vor Freunde zu weinen. Dori hat ganz von selber das „L“ Wort gesagt, wenn auch in einer ganz abgeschwächten Form, in der es aber zu dieser Zeit genau richtig war. Man hat sich die Woche kennengelernt. Zwar auch in erster Linie sexuell, aber natürlich auch so. Aus dem Kribbeln und dem Kennenlernen ist ein „ich hab dich lieb“ geworden. Und ob man wirklich ineinander verliebt ist wird dann wohl die Trennung zeigen. Peter und Dori küssen sich noch ganz heftig und kuscheln was das Zeug hält. Der Handy Wecker läutet. 23:00 Uhr, noch bis 23:04 kuscheln. Peter zieht sich an, fährt nach Hause. Dori sollte schließlich noch zu ein paar Stunden Schlaf kommen, bevor sie wegfliegt.

„Hallo kleiner Fratz (:, es war schon wieder so irre schön mit dir, ich hab dich total viel lieb“ „Hab dich auch lieb, träum süß und bleib brav in Griechenland.“

„He Wutzl :-) , freu mich schon auf den Urlaub, auf dich und auf euer Konzert morgen“ „He Katharina, so spät noch wach? Freu mich auch auf die 3 Sachen, schlaf schön.“

„Wutzl – das hat sie schon seit 1 ½ Jahren nicht mehr zu mir gesagt“, wundert sich Peter, holt sich ein Stofftier ins Bett, umklammert es, macht die Augen zu, schläft ein.

Kapitel 4

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Kapitel 4
Pardon?
[blended. – going down]

20:00 Uhr. Hochstrahlbrunnen. Der Brunnen scheint sich für Berger im Sommer zum magischen Ort entwickelt zu haben, denn Katharina taucht am Hochstrahlbrunnen auf. Herr und Frau Berger waren so lieb und haben Katharina vom Südbahnhof abgeholt. Peter und Katharina geben sich ein zartes Begrüßungsbussi. Peter geht auf die Bühne kündigt „blended.“ an und die Show. Peter, Katharina, Peters Bruder und die Eltern sitzen beim Brunnen und schauen „blended.“ auf die Beine. Irgendwie schon gut, aber auf der anderen Seite gab es schon blended. Gigs die um einiges ausgereifter und fetziger waren. Die Atmosphäre ist etwas angespannt. Peter kann nicht recht einschätzen was es ist. Die Nähe von Katharina, oder einfach der kommende erste Auftritt auf einer Bühne seit einer halben Ewigkeit?

21:40 – Schneckal, Roman und Peter betreten die Bühne. Schneckal und Peter knobeln sich noch aus wer singen wird. Schneckal gewinnt. Gut fürs Publikum!

Ein paar Lieder spielen Pardon? runter. Sechs Lieder später ist die Show auch schon vorbei und Katharina und Peter haben endlich in Ruhe Zeit füreinander. Einerseits sind sich beide sehr vertraut, auf der anderen Seite ist etwas Komisches zwischen den beiden. Es scheint so, als weiß weder Peter noch Katharina ganz genau, wie man sich in solch einer Situation am Besten verhält.

Sie gehen noch gemeinsam in die Stadt was trinken. Die Situation lockert sich immer mehr, man versteht sich wieder sehr gut. Trotzdem, daheim angelangt gibt’s getrennte Betten und die Gewissheit, dass am nächsten Tag sowohl im 3. Stock, als auch im 1. Stock der Wecker um 04:30 läuten wird.

Eine Strandgeschichte
[reeva /ex. cosmic debris – close your eyes]

Einige Stunden später sind Katharina und Peter am westlichen Ende von Toremollinos in einer Trafik. Müde von den Strapazen der Reise möchten die zwei ex-Turteltauben nicht mehr auf Party machen und in die City fahren sondern sich einen gemütlichen Abend machen. Peter schlägt vor einfach Alk zu kaufen und sich auf den Strand zu hauen. Zum Glück kann man in Torremollinos in jedem Laden Alk kaufen, also braucht sich Peter nur in der Trafik einmal im Kreis drehen und schon findet er Alkohol. SANGRIA fix und fertig gemixt. Gleich zwei Flaschen und ab an den Strand. Dort angelangt breitet Peter das große Handtuch auf, die Zwei setzen sich hin und jeder nimmt sich seine Flasche Sangria. „Auf uns!“, prostet Katharina und beide nehmen einen kräftigen Schluck. Der Sternenhimmel ist wunderschön. Im Gegensatz zu Wien schaut man einfach in den Himmel rauf und sieht total viele Sterne und wenn man lang’ genug schaut, taucht auch irgendwo eine Sternschnuppe auf und man kann sich was Tolles wünschen. Die Flaschen werden immer leerer und beide tasten sich vom Thema „Mobiltelefone und der Sand“ langsam in Richtung Liebe vor. Katharina und Peter haben zwar in der Zeit, in der sie sich nicht gesehen haben, wirklich viel miteinander telefoniert, aber wenn es darum ging ob der andere gerade jemanden hat wurde so schnell wie möglich Themengebiet gewechselt.

Doch jetzt am Strand gibt es kein Entkommen mehr: „Du Peter, sei ehrlich was ist mit dir und der Dori? Deine SMSn die du ihr geschrieben hast waren ja echt sehr süß!“ „Woher liest du meine SMSn mit?“ „Naja www.sms.at ich weiß ja dein PW, bzw unser PW schließlich hab ich ja sogar einmal eine halbe Rate mitgezahlt.“ „Ah stimmt, das hab’ ich ja ganz vergessen.“

„Also sag, was ist?“ – Katharina piekst Peter in seinen Bauch. „Geküsst?“

„Wir haben uns schon geküsst und so.“ „SEX??“ „Miteinander geschlafen haben wir auch schon falls du das mit Sex meinst – und was ist mit dir? Im Gegensatz zu dir, kann ich ja nicht bei irgendwelchen SMSn mitlesen!“ „Ach nix, du weißt ja ich brauch niemanden.“ „Und das soll ich dir jetzt glauben!!! Ich mein du warst ja immer die … mmhh … wie soll ich sagen – nicht gerade Unverschlossene, du weißt schon was ich meine?“ „Klar, aber wenn wir uns öfters 3-4 Wochen nicht gesehen haben ist die Versuchung groß.“ „Ich hab’s ja auch immer 3-4 Wochen ohne ausgehalten und auf dich gewartet… aber egal, lassen wir das jetzt, es ist unser Urlaub und wir sollten ihn nicht mit Diskussion verscheißern, die uns schon vor einem Jahr viele Tränen gekostet haben.“ „Eins noch, liebst du Dori?“ „Verliebt würd ich schon mit ja beantworten, aber du weißt ja selber, dass ich liebe im Sinne von „Ich liebe dich“ nicht nach 10 Tagen sage.“ „Liebst du mich noch?“ „Ich bin nicht in dich verliebt, aber auf eine gewisse Art und Weise liebe ich dich wohl schon noch. Ich mein ein kleiner fuzzi Teil wird sicherlich immer dir gehören, wir waren so viele Jahre zusammen, wir waren ja sogar quasi verlobt und wenn du nicht so eine Sturköpfin gewesen wärst.“ „Den Gänseblümchenring hab’ ich aber eh noch … Wutzl du bist schon super!“ „Du ja auch Süßmaus… wollen wir nicht wieder über Mobiltelefone reden?“ „Ok.“ Beide beginnen laut zu lachen. Der Sangria ist auch schon leer und nach einigen mehr oder weniger sinnvollen Folgegesprächen geht’s ins Hotel.
Die Disco Nacht
[murder on the dancfloor - sofia ellis bextor]

Die Tage ziehen ins Land und Katharina kommt mit Peter gut aus, oder umgekehrt, wie man’s nimmt. Ausflüge nach Malaga, in die Nachbarstadt zu Antonio Banderas Villa und nicht zu vergessen nach Gibraltar zu den Affen am Felsen stehen im Mittelpunkt. Die Abende verbringen die beiden Exn meist mit Sangria und Bier am Strand. Heute, nachdem man den Tag im Aqua Park verbracht hat und auf den hübschen Popos runtergerutscht ist, steht „Disco Night“ ganz groß am Abendplan.

Aufgeputzt zum Ausgehen besteigen die zwei Hübschen, die nach außen hin den Anschein wahren ein Paar zu sein, ein Taxi und nach einem großen Bottich Sangria in einer Bar, bei einem „Mini Hochstrahlbrunnen“ geht’s ab in die größte Disco des Ortes. Eine schnittige Tanzfläche, die mit einem Plexiglas vom Indoorpool getrennt ist. Einen kleineren Floor gibt’s auch noch und zwei Bars. Wie in den meisten Nächten ist Peter für die Getränke zuständig. Er hat aber keine Lust sich anzusaufen und hat folgenden Trick auf Lager: Longdrink für’s Babe und Ani-Alk ebenso dekoriert für ihn selber. Während Kathi sich so ins Delirium säuft, bleibt Peter trocken und behält den Überblick. Plötzlich tanzt ein Spanier Kathi an. Sie ist ziemlich betrunken und tanzt mit. Schaut zu Peter, wendet sich vom Spanier ab und möchte mit ihrem Ex einen heißen Tanz aufs Parkett legen. Peter nimmt sie und stößt sie sanft aber provokant zurück in die Arme des spanischen Tänzers. Der glaubt nun alles machen zu können und begrapscht Kathi aufs Ärgste. Kathi wehrt sich sichtlich, aber der Spanier ignoriert das völlig. Peter nähert sich tanzend den beiden. Kathi sieht Peter und bittet mit flehendem Blick um Hilfe. Peter tanzt nun auf Körperfühlung mit Kathi. Peter’s Bauch an Kathis Rücken. Da greift der Spanier auf Kathis wunderschöne, nicht allzu große, aber wohlig geformte Brüste. Dies löst allerdings bei Peter einen reflexartigen Kick von Peters linken Fuß, durch’s Gurkel von Kathi, direkt in Zorros Eiersäcke aus, der dann laut aufschreiend weg springt. Deutsche würden dies wohl einen „Tunnelkick“ nennen. Der Spanier möchte danach Peter eine hauen. Betrunken gegen nüchtern war aber schnell klar, wer von den beiden eine bessere Koordinationsfähigkeit hat. 03:00 Peter und Kathi verlassen die Disco und da eine halbe Stunde kein Taxi zu finden ist, kommt es nun zu einem einstündigen Fußmarsch an der Strandpromenade von Torremollinos. Obwohl sehr mühsam und anstrengend haben Kathi, die auf halben Weg ausgenüchtert ist und Peter das beste Gespräch des ganzen Urlaubs. Kathi meint, dass sie überrascht war übers „zum Spanier zurückgestoßen“ werden. Und dass sie es dann später sehr genossen hat von hinten umarmt zu werden und mit den Hintern an Peters gewisser Stelle zu reiben. Arm in Arm legen die zwei nun die letzten Meter zurück und im Hotelzimmer wird – der Zeitersparnis gemeinsam geduscht. Abgetrocknet gibt Kathi Peter ein zartes Bussi auf die Wange und bittet ihn bei ihr im Bett zu schlafen. Peter sagt zu. Wiederum Bauch an Rücken und umschlungen genießen die zwei das Nebeneinader einschlafen. Vielleicht ist es die letzte Urlaubsnacht in ihrem ganzen restlichen Leben, vielleicht sogar die letzte Nacht überhaupt die sie nebeneinander verbringen.

Und obwohl es klar ist, dass Peters Hand 5 cm tiefer, oder kreisende Bewegungen von Kathi, die ihrem nur in einem Slip verpackten, trainiertem Edelpo an Peters bestem Stück reiben müsste um exzessiven Sex auszulösen, ist wohl beiden bewusst, dass es besser ist auf zwei geile Stunden zu verzichten, aber dafür die Freundschaft um die ein halbes Jahr gekämpft wurde, dadurch umso mehr besiegelt ist.

Peter denkt sich noch: „Gut, dass außer kuscheln, Rückeineinschmieren, einer Nacht nebeneinander nichts passiert ist. Denn wenn ich mit Dori vielleicht zusammen komme, weiß ich, dass ich eine gute Selbstkontrolle und ein reines Gewissen habe.“

Apropos Dori …

Kurz vorm Einschlafen liest Peter noch eine SMS von Dori, dass sie Probleme mit Griechen bei ihrem Urlaub hatte und die ganze Nacht geweint hatte weil er etwas von ihr wollte oder so. Und sie hat auch eine Rechnung nicht bezahlt … Irgendwie ist Peter ein bisschen gefühlsverwirrt. Eigentlich wünscht er sich nichts sehnlicher als Dori bei sich, das Mädchen in das er sich langsam aber stetig verliebt. Aber vielleicht soll auch alles so sein wie es ist.

Pfiat di
[beangrowers – feel]

Zurück in Wien angelangt verbringen Kathi und Peter noch einen supergemütlichen Tag in Wien. Supergemütlich schön und trotzdem geradezu traurig-melancholisch.

Kathi und Peter hauen sich noch in den Pool in Bergers Haus. A last game of waterpolo. Kathi gewinnt, wie immer! Frischmachen. Kofferpacken und ab, zum Bahnhof. Zehn Minuten umarmen auf Bahnsteig drei des Bahnhofs Philadelphiabrücke. Zug fährt gleich ein. Kathi nimmt Peters Kopf und drückt ihn an ihre Lippen. Zwei, drei, vier Sekunden lang, dann wieder weg, anschließend ein Wangen Bussi. „Ich wollte dich die ganze Woche lang küssen, aber jetzt ist es save.“, flüstert Kathi Peter ins Ohr. Tränen rinnen ihren Augen runter. Peter verdrückt sich die Tränen. Doch daheim wird es ihn ein wenig erwischen, das weiß er schon jetzt. „Achtung, Achtung auf Bahnsteig drei , Eurocity Johann Strauss nach Graz Hauptbahnhof über Wr. Neustadt, Mürzzuschlag und Bruck an der Mur fährt ein.“

„Pfiat di Bergerlein.“ Noch ein letztes dickes Bussi und futsch ist die fesche Krankenschwester…

Berger schaut dem Zug nach und denkt sich, dass alles schon irgendwie seinen Sinn haben wird. Tränen kommen ihn in die Augen. Ähnliche Gedanken wie die Nacht zuvor in Torremollinos kommen ihm in den Sinn. Er liebt seine kleine Krankenschwester noch immer so sehr. Aber es ist nicht mehr die Liebe wie man sie zu seiner Geliebten, Freundin oder Nicht-Beziehungs-Beziehung hat. Es ist eher eine tiefe, Vertrautheit wie man sie vielleicht zu einer Schwester haben könnte, die man ja auch liebt, im gewissen Sinne…

Und Kathi ist ja auch eine Schwester. Halt eine Krankenschwester.

Kapitel 5

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Kapitel 5
Show must go on
[queen - the show must go on]

Neun Uhr in der Hasnerstraße. Peter steht mit einem Sackerl voller Frühstück vor Doris Haustüre. Sie hat die letzten zwei Tage bei ihren Eltern am Land verbracht, da ihr Griechenland Urlaub doch schon einen Tag vorher zu Ende war. „Ring Ring“ die Haustür geht auf. Peter hetzt sich die Stockwerke rauf. Dori macht die Tür auf und ohne viel zu reden umarmen sich Dori und Peter und küssen sich die Seele aus dem Leib. „Was hast du da denn feines mit?“, fragt Dori und schaut in Peters Anker Sackerl. „Frühstück!“ – „Ich hab aber auch Frühstück gekocht.“ Und tatsächlich! Die Wohnzimmercouch ist aufgeklappt und als Bett hergerichtet und „Frühstück im Bett“ ist gerichtet. Zusammen mit den Leckerein die Peter mitgebracht hat ist das Frühstücksbuffet eines 5* Hotels würdig. Nach ein paar Einstiegsgeschichten in denen sich die beiden die letzten Tage bzw. Wochen erzählen geht es um die eine Frage. Wer hatte Sex, wer nicht. Nachdem man sich gegenseitig versichert hat, dass es keinen Sex gab, außer mit sich selber, sind zwar nun die größten Unsicherheiten ausgeräumt, aber ein paar letzte Zweifel liegen natürlich in der Luft.

Wer wird bräuner
[live - I walk the line]

Die nächsten Wochen stehen im Zeichen des „wer wird bräuner“-Wettbewerbes zwischen Dori und Peter. Abgesehen von Freibad und Garten verwenden die zwei Hübschen, nach ihren Urlauben ungefähr auf der gleichen Bräunungsstufe, auch künstliche Hilfsmittel. Karotin-Präparate, ÖH Solarium Tickets usw… statt nochmals 24 Minuten am Ergometer werden die Solarium Kabinen gleich für eine Doppelsession gebucht! Bei Peter hat diese Überbesonnung einen bösen Sonnenbrand zur Folge, bei Dori lustige Abdrücke am Rücken. Scheinbar liegt Dori irgendwie schief im Proletentoaster und einige Stellen bekommen keine Solarium-Sonne ab. Beim Sexn ist somit die Missionarsstellung Pflicht. Doris Abdrücke sieht man so nicht. Und Peter hat keine Schmerzen, da er nicht am Rücken liegen muss. Dori darf ihn nur nicht umarmen sondern muss Peter am Hintern packen. Aber das gefällt ihm sowieso besser.
Österreichrundfahrt
[soul asylum -train of mysery]

„Du, sehen wir uns am Abend, ich mag gern mit dir kuscheln“ steht am Display von Peter. So gern er auch mit Dori im Betti liegen mag. Er hat schon seit Tagen mit seinem guten alten Kumpel Fred einen Termin ausgemacht und schreibt ihr folgendes zurück „Liebste, ich treffe ja am Abend den Fred, vielleicht morgen Frühstück?“ Eine Stunde später – keine Antwort. Komisch. Fred und Peter sitzen nun schon eine Weile im Kaffee. Berger schaut alle 10 Minuten aufs Handy und mag eigentlich nur Dori sehen. Fred mag auch zu seiner neuen grand l’amour und so sagen sich die beiden „bis bald“. Peter ruft Dori an, es läutet und so sagt er der Mobilbox, dass er nun doch Zeit hätte. Stunden vergehen. Keine Antwort. Peter sitzt derweil im Proberaum und tauscht Saitensätze auf seinen Gitarren. Dann eine SMS: „Bin grad in Salzburg, bald in Innsbruck, treffe Freunde die ich in Griechenland kennen lernte.“ Peter schluckt. „grrttschh“ Es ist soweit. Nach 13 Jahren Saiteneinspannen reißt ihm eine schon beim Reindrehen. Anfängerfehler. Peter ruft Dori an, sie hebt nicht ab. Peter schließt die Augen und beginnt zu weinen. Schließlich ist ja nicht definiert, ob sie zusammen sind oder nicht. Sie haben sich gesehen. Sie hatten Spaß. Ist das nun das Ende von einigen Wochen heißem Sex? Heißer Sex, der zumindest von Peters Seite mit sehr vielen Gefühlen behaftet und deswegen umso schöner ist?

Dori rührt sich die nächsten Tage nicht. Peter sorgt sich. Zurück in Wien schreibt Dori plötzlich eine SMS, dass sie sich wahnsinnig freut Peter bald wieder zu sehen.

Kapitel 6

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Kapitel 6
Die traurigste aller Meldungen
[ben harper - she is only happy in the sun]

Peter surft mal wieder auf ORF.AT und stößt auf folgende Meldung:

Behinderten-Bus von Güterzug gerammt

Ein Bus mit Behinderten ist am Donnerstag bei einem Bahnübergang in Wien-Hietzing von einem Güterzug erfasst worden. Sechs Insassen wurden verletzt. Die Unfallursache ist unklar.

Die Gruppe war von einer Behindertenwerkstatt in Meidling auf dem Weg in ihre Wohnungen in der Nähe der Unfallstelle. Aus bisher ungeklärter Ursache prallte beim Bahnübergang Jagdschloßgasse ein Zug gegen den Bus.

Glück im Unglück
Der Zug erwischte den Bus am Heck und schleuderte ihn zur Seite. Zehntelsekunden vorher hätte die Lok den Bus frontal gerammt. Auch ein entgegenkommendes Auto wäre beinahe vom Zug erfasst worden.

Zwei Insassen schwer verletzt
Kurz nach 15.00 Uhr konnten die Insassen aus dem Bus geborgen werden. Sechs Behinderte sind verletzt, zwei davon schwer. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Vor der Bergung musste die Feuerwehr das Dach des Busses aufschneiden.
Suche nach der Unfallursache
Polizei und Experten der ÖBB haben die Unfallstelle untersucht. Ein Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet. Der Lokführer steht unter Schock.

Peter ruft sofort Dori an. Ist ihr etwas passiert? Sind das ihre Klienten? Peter erreicht Dori und sie ist gerade am Unfallort angekommen. Natürlich sagt sie Peter, dass sie grad nicht reden kann, er sich aber keine Sorgen um sie direkt machen muss. Das ist aber logischerweise genau das was Peter dann tut, sich Sorgen um Dori machen. Schließlich wird der Unfall auch im Radio durchgesagt und der „News Flash“ im ORF hat auch nichts Besseres zu tun als die makaberen Bilder zu zeigen. Normalerweise denkt man sich „auch schon wieder irgendwo ein kleiner Unfall, was soll’s.“ Doch wenn man indirekt selber davon betroffen ist ändert sich die Situation gewaltig.

Am Abend erreicht Peter dann Dori nochmals am Telefon. In Tränen aufgelöst erzählt Dori Peter die ganze Geschichte und dass der kleine Budgi gestorben ist und die anderen im Spital liegen.

Eine komische Situation tut sich auf, Peter möchte mit aller Kraft und Energie für seine Dori da sein, doch Dori gibt Peter zu verstehen, dass der einzige Mensch den sie im Moment braucht sie selber ist und sie eigentlich nur zwischen Arbeit, AKH und dem notwendigsten auf der UNI herumpendeln möchte ohne Freunde oder Peter zu treffen.

Peter beschließt darauf hin im Hintergrund vielleicht etwas Gutes zu bewirken und probiert ein Benefiz Konzert für die WG Jagdschlossgasse zu organisieren. Doch ist es irre schwer eine kleine feine Location zu finden. Selbst das altbewährte Shelter möchte nicht auf die Hallenmiete verzichten und so stirbt die Idee leider wieder schneller als sie geboren wurde.

Die darauf folgende Woche lässt Peter Dori in Ruhe, fragt nur hie und da per SMS nach ihrem werten Befinden. Doch als er wieder probiert Nähe zu ihr aufzubauen bringt ihn zuerst ein Traum aus der Ruhe, dann der Wunsch von Katharina nochmals auf einen kleinen netten Urlaub zu fahren und zu guter letzt zwei E-Mails von Dori.

Doris e-mail und Peters remail
[heinz - Abschiedsbrief]

„du solltest was wissen peter..bevor ich mich innerlich noch mehr distanziere,
bevor ich innerlich nicht mehr die energie hab um das so anzunehmen wie es
momentan ist und dann für nix und wieder nix davonlaufen muss. ich hab dich ganz toll lieb peter, aber ich halte seit etwa 2 jahren kein
beziehungsschema mehr aus. alles was mit dem wort beziehung oder bindung zu
tun hat tut mir nicht gut, eigentlich gar nicht gut.
und ich kann mich im grunde selbst nicht verstehen, dass ich so spät damit
rausrücke. vielleicht war vorher nie ein anlass oder ein drang da um dir das
zu vermitteln. vielleicht dachte ich auch nicht daran, dass du so was wie eine
beziehung zwischen uns sehen könntest. wir haben uns bis jetzt auch nicht
wirklich kennengelernt um ein derartiges thema mal aufkommen zu lassen, was
sicher an mir liegt, weil ich es nicht so leicht zulassen will und kann, dass
mich jemand wirklich gut kennenlernt. mich und meine probleme, an denen ich
seit jahren nage und arbeite. ich hab dir doch flüchtig von dieser supervision
erzählt, die wir wegen dem vorfall in der arbeit bekommen haben. es handelt
sich dabei einfach um eine psychologische betreuung die wir im team
miteinander machen.
und dann hab ich noch kurz was von einer einzeltherapie erzählt – und da hab
ich mächtig geflunkert. hab dir diesbezüglich nicht die wahrheit gesagt, weil
ich nicht soweit war oder es gar nicht soweit kommen lassen wollte. in
wirklichkeit sieht es so aus, dass ich für mich – ganz unabhängig vom job –
seit einem jahr eine therapie mache.
warum ich bis jetzt nichts davon erwähnt hab ist einerseits die sache, dass wir
uns im grunde noch gar nicht kennen und für mich nie ein rahmen oder ein
richitger zeitpunkt oder anlass da war um was zu erzählen. andererseits war da
sicher eine gewisse angst da, dass es vielleicht nicht unter uns bleibt –
obwohl ich dir was vertrauen betrifft eigentlich schon längere zeit ziemlich
stark vertrau – du weißt schon, unsre eltern kennen sich so gut und ich
wusste nicht (oder hatte paranoia) inwieweit diese info an deine bzw dann
meine eltern weiterfließt. ich frag mich grad in diesem moment ob ich
komplett deppert bin weil ich eh weiß, dass das nicht der fall gewesen wäre,
vielleicht handelt es sich aber echt nur um eine gewisse paranoia. manche
dinge gehen eben nur mich und mein leben was an und mein vertrautes umfeld, zu
dem ich dich auch zähle – bei uns war dann für mich nur irgendwann das problem
da, dass ich plötzlich einen druck verspürte, dass du mehr von mir willst – dass
du liebe von mir willst, die ich dir nicht geben kann.
es ist ein eigenartiger kreis. ich spür, dass ich dich ganz toll lieb hab und
die zeit mit dir geniesse, sobald dann aber ein wort wie liebe aufkommt, bekomm
ich innerlich eine krise, die ich dann auch nimmer lösen kann – eben nur auf
die weise, dass ich mich ganz rasch zurückziehe.
es spielt hier freiheit eine ganz große rolle. nicht die sexuelle, solltest
du daran denken, nur die innerliche – und die kann ich aus bestimmten gründen
nur dann empfinden und leben wenn ich keinerlei verpflichtungen verspür und
auch nicht spür, dass da gefühlsmäßig was von jemandem kommt was ich auf diese
weise nicht erwidern will… oder kann.
und es spielt auch alleinsein und viel ruhe eine große rolle.

vielleicht wollte ich einfach sehn ob es bei dir anders ist weil ich bis jetzt
die zeit mit dir echt voll genießen konnte, aber ich bin noch nicht soweit.
was jetzt nicht heißen soll, dass ich vielleicht in 1,2 monaten drübersteh
sondern dass ich innerlich liebe noch nicht zulassen will und das mit großer
wahrscheinlichkeit noch ein deftiger prozess sein wird. eigentlich gäbe es so viel zu erzählen, ich verspür nur grad jetzt wieder
diese blockade, dass ich bis hier her gehen sollte und nicht weiter. von dem
her lasse ich das jetzt mal so stehn. ich hab überhaupt kein gespür davon wie
du reagierst oder wie es dir mit dieser mail geht, aber ich muss es trotzdem
mal hier stehen lassen.

Dbd

Peter setzt sich daraufhin an die Tasten und verfasst eine super konfuse Antwort:

Wie ich meiner aktuellen Lieblingsmobilbox kundgetan
Habe, bin ich grad beim ToBi, da wir gestern Nacht
nicht fertig geworden sind und ich aber heute Franz die
Filme bringen muss. Heute in aller Ruhe bin ich auch
noch auf einige Schnittfehler draufgekommen und die
konnte ich jetzt noch ausbessern. Nun rechnet der Herr
Pentium 4 mit 2 Prozessoren vor sich hin und braucht
noch eine Weile.

Deine mail hab ich auf meine “Peter ist unterwegs”
yahoo Adresse weitergeleitet, etwaige Antworten dann
bitte an die Adresse wie das letzte mail, da ich hier
nur alle heiligen Zeiten reinschaue und die Umleitung eigentlich gemacht habe, weil ich vom RBX eine e-mail erwarte.

Zum Thema – Peter und Dori… lieb haben wir uns beide gegenseitig, das ist ja wohl unumstritten. Wie man das Wort “lieb” formuliert bleibt im Prinzip jedem selber überlassen, falls ich mich aber recht erinnere ist das erste „hab dich lieb“ von dir auf deiner Couch gefallen – und ich war damals überrascht, weil ich eigentlich auch kein großer Freund des L-Wortes bin und es bei dir das erste mal seit langer Zeit wieder angewandt habe und es sich richtig angefühlt hat. So wie sich überhaupt Zeit die ich mit dir bis jetzt verbracht habe, egal ob jetzt das Sitzen im Vorstadt (auch wenn grad keiner weiß was er reden soll) – übers Spazieren gehen im Wald, küssen am Balkon, und dem (meiner Meinung nach irre-schönen) Sex alles einfach richtig anfühlt mit dir.

Das wir noch nicht zusammen sind oder eine Beziehung
haben ist mir auch klar. Ich rede normalerweise erst
nach einigen Monaten vom Wort Beziehung. Bei uns habe
ich einmal im Auto, als ich dich nach Hause gebracht
habe das Wort “quasi-Beziehung” verwendet, weil ich
dem Wort aus dem Weg gehen wollte, aber mir nichts
anderes dafür eingefallen ist.

Wenn du damit einverstanden bist, kann ich für die
Gefühle die ich zu dir habe das Wort “Verbundenheit” verwenden. Ich fühl mich dir verbunden – wobei jetzt nicht der letzte Teil als Kette gesehen werden sollte, sondern als – ich weiß wie ich zu dir stehe …

Wie könnte man das noch umschreiben? grenzenlos oder bedingungslos (also ohne Bedingung) Verbunden. Weißt du was ich meine?

Ich hab mal einen ur langen Brief an Katharina geschrieben,
ihn aber nie gegeben und er ist mitten in einer meiner Lernunterlagen. Das war vor 1 1/2 Jahren. Da hat sie mich mit `nem jungen Mann betrogen, wir haben es ausgeredet – dann bin ich surfen gefahren und hab ihr den Brief über den von mir erfunden Liebeskreis (wenn man einen Punkt nicht überschreitet wird man nie wissen wie es weitergeht) und über “von sich kennenlernen über gern haben, liebhab, liebenhaben, sich lieben und dann eben grenzenlos lieben” geschrieben und was meine Meinung dazu ist… aber das ist, obwohl es ähnlich ist wohl eine andere Geschichte.

Nehmen wir jetzt mal an ich hätte nicht dich sondern
eine 08/15 Tussi getroffen die mir alle 2 Sekunden hinterher telefoniert was ich grad so tue, bla bla bla … spätestens Spanien / Griechenland hätte das beendet, wobei bei uns – nach einer Anlaufzeit von wiederum locker 12 Tagen die Stunden danach noch schöner waren als davor. Besonders der “halb-schlaf-nicht-schlaf-Trancezustand” neben dir in deinem Bett … als du mir danach geschrieben hast: Peter, das waren irreschöne Stunden mit dir … solche Momente machen das Leben lebenswert.

Dir erzähle ich aber gerne was ich grad wie wo mache,
weil ich doch hoffe, dass es dich interessiert,
andererseits weiß dass du nicht von mir
Rechtfertigungen verlangst…

Kathi weiß, dass es dich gibt, und dass ich mich deshalb (freiwillig, da es ja von dir nie verlangt wurde) darauf besonnen habe ein guter Freund zu sein. Sie kann beim Shoppen gern meinen kleinen Finger halten – oder wir umarmen uns sehr lange. Aber dadurch, dass wir zwei ohne Kondom miteinander sexn dachte ich mir es wäre nicht sehr fair dies mit Kathi zu tun. Aber auch da (und das probierte ich ja in den letzten mails zu
formulieren) muss es jeder für sich selber entscheiden
und wenn zB du mit XY Sex hast – tue es! Aber das einzige was wir bedenken müssen ist, dass solange wir 2 “es tun” wir eine Verantwortung für den anderen
tragen. Also aufpassen ;) … ich hoffe du weißt was
ich meine …

Puh – ich glaube das e-mail ist jetzt mittlerweile
schon ein wenig konfus, überhaupt weil ich es nicht
schaffe eine Linie durchzuziehen sondern immer wieder
Absätze zwischendurch einfüge *gg* – tja bin wohl kein geborener Literat….

und bevor ich mich jetzt in langen Erzählungen verflechte vielleicht kurz wie ich mir das mit uns wünschen würde …

- mag dir mein Leben erzählen können
- mag dich, wenn es dir auch recht ist, sehen
(hab gelernt dich den Zeitraum bestimmen zu lassen, ich
werde dir einfach nur immer sagen, wenn es bei mir
NICHT geht)
- mag, wenn wir beide das Verlangen dazu verspüren,
dich umarmen, küssen ja und natürlich auch streicheln
und mit dir schlafen, ich finde uns 2 – dafür, dass
wir es noch nicht so oft getan haben gut eingespielt
und es macht irre viel Spaß mit dir… aber es ist auf
keinen Fall das wichtigste… da ist Musikerhände
berühren sicherlich wichtiger als der Sex…
- mag gerne auch mit dir mal etwas erleben – so wie
eben mal irgendwo hinfliegen (Malta zu Silvester ;) )
oder ein Fest gemeinsam feiern oder oder oder ….
weißt was ich mein?

- du musst mir aber ein wenig zur Seite stehen, und
schon im Ansatz sagen wenn ich dich zu etwas dränge,
dass dir nicht recht ist. Auch kannst du mir erzählen
was dich betrübt – und ich schwöre dir, das bleibt
alles bei mir hängen und ich erzähle es SICHER NICHT
den Eltern weiter!!! Wo kämen wir da denn hin??? Vielleicht schreib
ich nur mal irgendwann alles in ein dickes fettes Buch und offenbare unsere tiefsten Geheimnisse der ganzen Welt .. :o ))
Na gut, dickes Bussi aufs Bauchi *g*.
Dein – und dabei bleib ich, da du das Hauptwort selber einsetzten kannst (Fratz, guter Freund, Kuschelfreund, Schatziputzi, Sexmolch, Rockstar)

Peter
Beschnupperungsfrühstück
[rio reiser - halt dich an deiner liebe fest –– familienalbum, wir sind helden int.]

„Wenn der Frühling kommt und deine Seele brennt, wenn der auf den du wartest dich sitzen lässt, halt dich an deiner Liebe fest … wenn der Novemberwind deine Hoffnung verweht, du bist so müde, so müde und weißt nicht wie es weitergeht. Wenn dein kaltes Bett dich nicht schlafen lässt, halt dich an deiner Liebe fest, halt dich an deiner Liebe fest!“ … Familienalbum, eine Tribut CD an Rio Reiser läuft grad auf hot rotation in Peters Auto Radio. „Halt dich fest, halt dich fest“ flüstert die süße Sängerin von „Wir sind Helden“ aus dem Spieler. Das Lied passt ideal zu Peters Stimmungslage. Auch wenn er Dori jetzt nicht offizielle Liebesbekundungen machen darf, so passt eben das Lied total, denn es ist ein verregneter Novembertag und er möchte ja irgendwie an seiner Liebe festhalten, der Herr Berger.

Peter ist am Weg um Frau Tanzl aus ihrem Hasenstall zu locken und ins Cafe Europa in die City zu kutschieren, um bei einem netten all-inklusive Frühstück die e-mailerei in Worte zu fassen.

Die Dori steht am Straßenrand und drückt ihre Zigarette aus um fröhlich ins Auto zu hopsen, Peter ein dickes Kuss-Bussi auf seinem verdutzen Mund zu knallen und so zu tun, als ob überhaupt die letzten 3 Wochen des Nicht-Sehens dank Österreich Reise, Unfall und letztendlich der Angst vor Liebe gar nicht stattgefunden hätten.

Über Gott und die Welt wird getratscht und die Zeit ins Cafe hin und während des Frühstückes vergeht wie im Flug. Irgendwie öffnet sich der eiserne Vorhang der sich die letzten Wochen gebildet hat und die Herzen fliegen sich näher. Natürlich wird vieles was passiert ist auch thematisiert, aber so bei lockerer, urlaubsartiger Atmosphäre wirkt alles so einfach und klar.

Wieder vor Doris Haustor angelangt fragt sie Peter: „Duuu Fratz, magst dich nicht einparken und zu mir auf einen Kaffee und Kuchen kommen?“ Peter darauf hin verdutzt: „Mmhh, wir hatten doch gerade voll viel Kaffee und satt bin ich auch.“ „Ach Peter, ich mag an dir naschen ganz lange und viel.“ „Ah, na dann rock ’n’ roll.“

Händchenhaltend wurschteln sich die zwei jungen Menschen in den dritten Stock… und darüber, was sich die nächsten 2 ½ Stunden abspielt, kann man nicht viel mehr sagen als Peters Gedanken wiederzuspiegeln als er wieder daheim war… „Schön wars, es hat mich sehr gefreut.“ Über etwaige Konsequenzen der Handlungen und ob dies nur die „Bonusnacht“ war, die jede Beziehung irgendwann mal genießt, oder der Anfang von etwas Neuem wird von beiden Seiten nicht nachgedacht, dafür spielen die Hormone und auch deren ausführende Organe gerade etwas verrückt.

Herr Berger schnappt sich die Gitarre und klimpert ein wenig darauf los. „Ich wünsch dir eine Fahrt in dein eigenes Leben …“

Nachdem er das aktuelle Programm von Pardon? einmal durch hat schaut er auf seinen Bauch, bemerkt, dass dieser nicht gerade unwesentlich die letzten Monate angewachsen ist. Packt einen Rucksack mit Sportsachen und geht sein Fitness Comeback an. Der Club Danube Ottakring ist ja quasi ums Eck und die 450 EUR für die Studentenjahreskarte wohl gut investiert.

Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt
[rebelscope - truth]

Während die Geschichte von Berger und Tanzl sich im Wirrwarr der Gefühle verirrt, geht bei Berger natürlich auch abseits der Liebe und des Sexns das Leben weiter. Seine Band Pardon? plant fleißig an einer Tour. Außerdem ist die Band:Link III erschienen und die erste CD der Musikinitiative die teilweise eine Vertrieb gefunden hat. Nach mühsamen Telefonaten einerseits, super netter Hilfe mancher befreundeter Musiker landete die Compilation im Media Markt / Saturn und im edelsten Musikshop Österreichs, dem BOF auf der Kärtnerstraße. Dort wird die CD grandios repräsentiert, denn sie bekommt eine eigene Abhörstation mit allem drum und dran. Die CD ist auch wirklich fein geworden, das Cover hat ein Künstler aus St. Pölten gestaltet. Es soll den Stil von „film noir“ auf die österreichische Musikindustrie übertragen und zeigt ein einsames kleines Männchen, den „Linki“, der auf einer grauen Straße sitzt und seine Ziehharmoniker dazu bringt traurige Melodien zu spielen. Band technisch hat die CD auch einiges zu bieten, besonders die „special guests“ aus dem Ausland haben es wirklich drauf.

Trotz allem kämpfen die Initiatoren von Band:Link mit all möglichen Problemen. Dem Sterben kleiner und mittelgroßer Konzerthallen in Wien. Den zu überhöhten Hallenmieten von jenen die es noch gibt. Von der Ignoranz der alteingesessenen Plattengurus einerseits, der teils super arroganten Medienvertreter andererseits.

Natürlich gibt es aber auch Ausnahmen, die wie immer die Regel bestätigen. Und jene, die die Idee hinter Band:Link verstanden haben, supporten die Plattform wo und wie sie nur können und so landet der eine oder andere Artikel in den wichtigsten Tageszeitungen einerseits, andererseits schreiben eine irre große Anzahl an Fanzines und Internetmusikportale über das Projekt.

Peter und Dori tänzeln Hand in Hand über die Kärtnerstraße. Das letzte Frühstück ist schon wieder einige Tage her und Termine wurden hin und her geschoben, jetzt hat Dori Peter in der Mittagspause abgeholt um gemeinsam eine Kleinigkeit essen zu gehen. Also sie beim BOF vorbeigehen beschließt Peter Dori raufzuschicken und sie ein bisserl mystery shoppen zu lassen. Gesagt getan die Dori geht ins Geschäft und lässt sich beraten was es denn so neues gibt aus Österreich. Erwin der Verkäufer dreht ihr darauf hin die Band:Link III an. Während die Tanzl mit dem Panorama Aufzug runterfährt läutet Bergers Handy und Erwin ist dran. Er und Peter wurden im Laufe der letzten Tage ganz gute Bekannte die sich super-gut über Musik unterhalten können. Erwin erzählt begeistert, dass ein super fesches Mädl im Laden war und er ihr sogar eine Band:Link CD andrehen konnte. Peter lässt sich nichts anmerken und gratuliert Erwin zu seinem tollen Verkauf.

„He Dori du hast ja den Verkäufer super beeindruckt, der hat mich grad angerufen, dass ein nettes Mädchen grad ne CD gekauft hat“. „Ja der Kerl hat ziemlich drauflosgeflirtet.“, kommt es Dori über die Lippen.

„Mmhh dieses ganze Musikzeugs hat echt zwei Seiten, Ich fühl mich fast schon tagtäglich himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt.“ Nach ein paar schnellen Sushis muss Bergerle wieder zurück in die Consultingfirma um den Tag arbeitend zu beenden.

Kapitel 7

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Kapitel 7
Die Tanzl weiß nicht was sie will
[avril lavigne - complicated]

Mittlerweile ist es schon Anfang Dezember. Weihnachtslieder, Straßenschmuck, vollgeparkte Lugner-City Garagen, die Menschen ärgern, die eigentlich nur ein wenig am Ergometer radln wollen zeichnen diese Zeit aus. Dori und Peter haben sich die letzten Woche halt hie und da getroffen, mal einfach nur so, mal wiederum um im Bettchen zu landen. Allgemein gesagt wurde aber gar nichts gesagt und einfach nur vor sich hingelebt. Und irgendwie scheint es so, also würde Berger gern ein wenig, ein ganz klein wenig Sicherheit in die Sache bringen. Sicherheit, dass man sich zumindest zwei mal die Woche sieht, Sicherheit, dass nicht jedes Treffen das letzte sein wird und Sicherheit, dass man sich die Dinge die man sich ausmacht auch einhaltet. Aber Sicherheit ist so ein Wort das Tanzl gar nicht mag. Tanzl die Artistin ohne Auffangnetz.

Am zehnten Dezember erreicht Bergers Outlook mal wieder eine Nachricht von der lieben Dori. Das letzte Treffen ist schon wieder einige Tage her. Berger hat daraufhin Dori mal seinen Zeitplan geschrieben inklusive der diversesten Weihnachtsfeste und Verpflichtungen die er hat und die Antwort kommt dann eben 2 ½ Tage später:

„also peter.es ist heut leider wieder alles anders..mich strudelt es zurzeit
tatsächlich ein wenig sehr was arbeit und uni und die privaten emotionalen
dinge rundherum betrifft, für die leider recht wenig platz bleibt momentan.
jedenfalls bin ich heut nacht lang wach gelegen bezüglich grübelgrübeldingen. und was superfein wäre, wäre ein verlegen des treffens auf eventuell freitag.
du hast geschrieben, dass du ab halb 3 uni hast. abends ist bei mir schlecht,
und vormittag auch nicht grad bestens.
was also fein wäre, ist ein treffen freitag mittags oder wenn zu gedrängt,
dann samstag wurscht wann ausser abends.
sei nicht bös wegen dem wirrwarr aber da stehen ein paar dinge an die ich
einerseits erledigen muss, andererseits verdauen muss.
weil ich bin ein superfloptschutti.
manchmal.
morgen hab ich dienst und dann ist das abschiedsfest von gerli, die bei uns
gekündigt hat.
daher muss der morgige tag flachfallen.
superfein wäre also samstag. aber lass mich deine prioritäten einfach wissen dickesbussidori“

„Jetzt beiß ich gleich in die Maus“, denkt sich Peter als er die Zeilen liest! Da hält man sich alle anderen Termine frei und verschiebt alles weg um sich Zeit zu nehmen und dann macht die selbstbetitelte Supertschutti sich das Leben einfach, schreibt ne e-mail, sagt alles ab und beendete es dickes Bussi – bla bla bla … alles ist gut so, ich bin eh die Beste, Zauberwort zum Schluss quasi.

„Gut gut, also Freitag oder Samstag freischaufeln“, geht es Peter durch den Kopf. Die Dori hat über ihn irgendwie eine gewisse Art von Macht, nur Peter ist sich dem nicht bewusst. In Wahrheit ist es aber ähnlich jenen Geliebten, die mit einem Partner zusammen sind, bzw. den „zusammen-sein-im-Kopf-einbilden“-Status erreicht haben, die Partner aber selber verheiratet sind und man einfach das geheime Schattendasein fristet, in dem man immer mehr auf seine eigentlichen wahren Freunde vergisst die für einen da sind, nur um ja auch Zeit zu haben wenn der holde möchte-gern Partner mal wieder auf die Idee kommt Zeit zu haben. Ansich wird man so ja ausgenützt. Aber man ist selber schuld, weil man vor lauter Hingabe die Situation einfach nicht richtig einschätzt.

Im Fall von Dori und Peter ist es ja ansich so, dass Dori ja niemanden anderen hat und Peter ja sowieso nicht. Aber grundsätzlich ist’s ähnlich, das kann man nicht verleugnen.

Sodale, Peter macht sich mal an die Antwort …. Irgendwie witzig – da wohnen zwei Menschen 10 Fuß Minuten von einander entfernt, haben beide das gleiche Handynetz mit zig hundert Freiminuten und die ganze Kommunikation wird über e-mail abgewickelt:

Hallo Frau Tanzl,

Ich hab grad probiert dich anzurufen, weil telefonieren ja eigentlich die einfachste Variante ist um miteinander zu reden.

Als ich “t-offline” am Display gelesen hab’, dacht ich mir eigentlich schon, dass da nicht drinnen steht: 19 Uhr bei mir, sondern .. Ich kann mal wieder nicht.

An und für sich kein Drama, ich hab eh ein dickes Lernbuch zu lesen, wobei mich natürlich zig 1000 mal mehr gefreut hätte dich zu sehen.

Morgen hätte ich sowieso auch nicht gekonnt, weil ich schon um 8 Uhr auf der UNI sein muss, daran hat mich der Oliver heut Vormittag noch extra erinnert …

Freitag Mittag ist toll – gehen wir halt einfach Mittagessen oder so …

Samstag kann ich BIS 14:00 Uhr, um 15:00 Uhr ist bei mir Treffpunkt zum Verladen -> Samstag Abend ist ja das Weihnachtsfest im Shelter…

Dh wir können uns, wenn du magst, sogar Freitag zum Mittagessen treffen und Samstag dann unser wöchentliches Frühstück durchziehen *gg*… Würd’ mich beides sehr freuen.

* * * *

Ich hab dich auch grad angerufen, weil ich mit deinem Laptop soweit fertig bin. Die PW hat Franz mir dann nachgereicht…

Den nehme ich dir halt dann einfach beim Treffen mit. Das ganze drumherum erklär ich dir dann vor Ort, quasi

* * * *

Deine “Verdauen” Dinge, haben die mit mir zu tun? Oder sind es andere Dinge? Du weißt eh, dass du mit mir über alles reden kannst! So wie ich schon sehr sehr froh war, dass du mir z.B. die Geschichte von deinem Halbbruder erzählt hast, war ein tolles Gefühl von dir private Sachen erzählt zu bekommen und ich hab’ mich sehr wohl gefühlt, dass du mir deine Gedanken anvertraust…

* * * *

Nachdem ich Mama gestern erzählt hab’, dass wir uns heut’ am Abend sehen, wollte sie wissen ob ihre Vermutung stimmt, dass wir 2 zusammen sind.

Ich hab ihr dann gesagt, dass wir das “Zusammenseinwort” nicht so mögen, aber sie soll einfach zusammen sein z.B. mit Liaison übersetzen und dann kommt das nah dran.

So quasi, wenn ich eine Freundin hab’ dann ist das die Dori… Weil sonst gibt’s niemand anderen diesbezüglich in meinem Leben, womit sie endlich verstanden hat, warum Kathi und ich nicht doch kurz auf Urlaub gefahren sind Ende November, Kathi auch nicht um die Weihnachtszeit nach Wien kommt…

Ich hab Mama aber gesagt, sie soll das auf keinen Fall Papa und auf in weiterer Folge natürlich deinen Eltern weitererzählen. Ich hab ihr gesagt, dass wenn die Zeit reif ist, die Leute das schon erfahren werden…

* * * *

Irgendwie dreht es mich grad komisch und ich werde wohl ein Glas Wasser trinken und an die frische Luft gehen …

Bin froh’, dass es dich gibt…

Db

Peter

PS:
weil ich bin ein superfloptschutti.

Den Satz mag ich von dir nie wieder lesen – verrücktes/verwirrtes
Huhn … Hie und da wenns passt von mir aus.

Aber Superfloptschutti – das bist du mit Sicherheit NICHT!!!!

Das war der erste Punkt … Das ist mir jetzt grad beim 2. mal lesen deines mails aufgefallen.

* * *

Die Eltern fahren vielleicht 16.12. – 23.12 auf Urlaub!!! D.h.: Peter
ist allein daheim (um 15 Uhr weiß ich dann Bescheid, da ist Papa im
Reisebüro…

* * *

Von RUEFA Reisen gibt es ein witziges Angebot – 4* Hotel auf Malta, eine Person zahlt, die andere fährt gratis mit, also fallst gratis mitfahren willst, können wir uns das ja mal überlegen … Obwohl die Termine nicht die tollsten sind (ein paar im Jänner, ein paar im Februar)

So, das war’s derweil –

Mach dich nicht selbst immer so fertig, das hast nicht verdient…
- freu mich auf’s Zechnabbeißen …

Hab dich …

„mmhh hoffentlich war das „hab dich …“ nicht wieder ein großer Fehler und morgen kommt `ne e-mail zurück, dass wir uns ja gar nicht lieb haben bla bla bla …

Peter drückt auf „senden und empfangen“ und die e-mail ist am Weg zu Tanzls Inbox.

Einige Minuten später macht es „Piep piep“ auf Peters Nokia. Es steht aber nur kurz und bündig: „Sehen wir uns Freitag Mittag, Sushi bei mir, aber wir müssen reden.“

Doris Lippenbekenntnis
[hans söllner - mei zustand]

„Es ist für mi wahnsinnig schwa wurdn, das I aufsteh in da Fria und I mit Leichtigkeit den Tog überleb. I hob das Gsicht no gor net gscheit gwoschn und merk das I Flenn und dass I mal wieder total neben mir steh. I hab des Gfui das was passiert is in mir drin, I kann euch nur net sogn wos des is. I muss mi zwingen das I in die Orbeit geh, I muss mi zwingen das I iss und trink ….“

Freitag Mittag, Peter ist am Weg zum verrückten Fisch und ist gespannt worüber Dori denn reden mag. Wie meistens beginnt das Treffen mit Step Aerobic, denn es gilt den dritten Stock zu erklimmen. Peter klingelt und Dori macht ihm nackt die Tür auf. Weniger weil sie sich ihm gleich hingeben will, sondern eher weil sie grad duschen war und Peter 10 Minuten zu früh. (Das kommt sehr selten vor.)

„Hallo Peter“, sagt Dori und drückt ihn gleich so wie sie ist. „Ich möchte dir einige grundlegende Dinge aus meinem Leben erzählen, Dinge die sonst soweit niemand oder nur sehr wenige Leute wissen. Da dies für mich schwierig wird, dachte ich mir wir legen uns einfach nackt ins Bett, halten uns und ich probier drauf los zu erzählen, ok?“ „Klaro, nackt im Bett ist immer fein, und dass du mir soviel Vertrauen entgegenbringst ist natürlich noch viel feiner.“ Und so entledigt sich Peter seines Gewandes und die zwei Leute huschen unter die Bettdecke.

„Peter, wie stehst du zu Rauschmitteln aller Art?“ „Ich dachte du willst mir was erzählen, aber gut dann leg ich mal los.“, entgegnet Peter und gibt seine Meinung darüber Preis. Dass er auch einiges genommen hat. Gras und Pilze im Besonderen. Aber nie exzessiv und vor rund zwei Jahren erkannt hat, dass dies eigentlich extrem sinnlos ist. Er selber hat den Drogen abgeschworen bis auf eventuell einen geteilten Joint im Jahr wenn es wirklich dazu einen Anlass gibt. Aber das muss schon wirklich ein toller Anlass sein und die richtigen Menschen rund um ihn rum. Außerdem hat Peter ja einen guten Freund durch eine Überdosis Heroin verloren, überraschend da kaum jemand wusste, dass derjenige wirklich so weit ging. Andere Freunde von Peter wurden durch überhöhten Gancha Konsum total unzuverlässig, weltfremd und unordentlich. „Alles in allem ist das nicht mehr meine Welt“ … Peter räuspert sich … „Aber wenn du mir jetzt erzählen möchtest, dass du hie und da mal nen Joint rauchst, geht die Welt auch nicht unter, schließlich bin ich nicht blind und eine Nase hab ich auch, eine sehr große sogar.“

„Ah du hast das bemerkt?“ Fragt Dori. „Klar gleich als ich das erste Mal bei dir war lag außerdem noch ein Büschl Gras bei dir am Tisch. Ich hab nur angenommen, dass du es halt hie und da tust und nicht superregelmäßig.“

„Mmhh ja im Sommer, da hab ich ziemlich viel von dem Zeugs zu mir genommen das stimmt, auch jetzt rauch ich hin und da mal was, das ist klar. Es bringt mir einfach so etwas wie Entspannung in mein Leben. Das, was die letzten Tage aber mich ein wenig außer Rand und Bann gebracht hat, war die Flasche Psychopax, das Mittel erzeugt ein total chilliges High, beruhigt einerseits, andererseits putscht es rein psychisch voll auf wie `ne Mixtur aus Koks und GHB. Psychopax ist flüssiges Valium, das in Äthanol gelöst ist und deshalb eine viel stärke Wirkung als zum Beispiel Valium Tabs hat. Natürlich hab ich nicht die ganze Flasche konsumiert, aber schon zwei Nächte hintereinander. Als ich dir das letzte Mal absagte, war es ein Tag wo ich darauf aufgewacht bin und es war eigentlich in Wahrheit ein reiner Albtraum.“

„Tja, was soll ich großartig dazu sagen?“, wirft Peter ein. „Klar könnte ich dich nun mit Fragen durchlöchern aber das möchte ich mir aufheben wenn ich sehe, dass es wirklich schlimm wird mit dir. Machen solche Sachen viele Freunde von dir?“

„Naja ich sag mal, dass 60 % meines Freundeskreises kifft, und wir natürlich auch immer wieder gemeinsam unseren Spaß damit haben“.

„Und von wo kriegst du das Zeugs?“

„Mmhh es gibt zwei gute Freunde, die bauen an und geben mir was ab. Und wenn die Quellen versiegt sind, es gibt so viele Gasthäuser wo man zweimal auf `nen Billiardtisch klopft oder man z.B. sagt, man möchte den ultra-speziellen Haus Cocktail, und auf einmal geht man mit nem Sackerl Dope nach Hause. Das alibi-bestellte Getränk bleibt dann meist halbvoll am Tresen stehen, da man ja schnell wieder weg mag von dort.“

„Da geb ich dir recht, so was hab ich auch einmal in meinem Leben gemacht, war aber kein großer Fan in Gasthäusern was kaufen zu gehen. Geschweige denn auf der Straße bei `nem Lookie-Lookie. Aber was anderes, Süße, ist dir aufgefallen, dass in 10 Tagen schon Weihnachten ist! Unsere ersten Weihnachten! Schenken wir uns was, oder nicht?“

„Klar schenken wir uns was! Ich hab deine Sachen sogar schon zusammen, hast du etwa nicht an mich gedacht?“

„Na klar doch, keine Sorge“, Peter setzt ein schiefes Lachen auf. Und hat aber so auch Doris Drang nun noch mehr Geständnisse abzulegen unterbunden.

Peter ist ein Meister der Weihnachtsgeschenke. Zumindest hält er sich für einen. Er hat für Dori ein paar ganz besondere Sachen ausgedacht. Unter anderem ein Buch, um das Gehör zu verbessern, da es ein Traum von Dori ist nach ihrem derzeitigem Studium noch Musiktherapie zu studieren und das ein besonderer Wunsch ist. Außerdem ist noch eine Club Danube Karte und ein Sportoutfit dabei, um sie sportlich ein wenig voranzutreiben und ein paar andere Kleinigkeiten.

„Du Tanzlinchen, darf ich dich einfach am 22.12. zu unserer kleinen privaten Weihnachtsfeier einladen? Ich würde gern mit dir ins Maredo gehen in die Griechengasse“

„Ok fein Peter, das machen wir“, sagt Dori, umarmt Peter, küsst ihn. Und das was danach kommt, hüllen wir mal wieder unter dem Mantel des Schweigens.
„Das Essen im Maredo war äußerst lecker. Und das Rumschmusen mit Peter auch wie meistens eine wirklich feine Sache. Heute hätte er echt noch ein, zwei Stunden länger bei mir bleiben können.“, denkt sich Dori, die nicht einschlafen kann und liest nochmals Peters „Vorweihnachtsbrief“

„„ich kann mein Herz nicht finden, ich hab’s nur irgendwo verloren … vielleicht hast du’s gefunden, ich fühl mich schon wie halb erfroren, mit mir ist vor 5 Monaten und ein bisschen was etwas geschehen, ich kann nicht sagen was es ist, aber vielleicht kannst du’s verstehen … ich hab mein Herz verloren … vor 5 Monaten war’s noch bei mir … ich hab mein Herz verloren, ich merk’ erst jetzt, dass es mir fehlt …

aber wenn du es findest, wär’s nicht so schlimm wenn du’s behältst.“

Hallo Dori – das ist der Brief zum „5 Monate kennen wir uns nun schon“-Tag

Es ist Weihnachten! Ich weiß zwar jetzt noch nicht, ob es unser Weihnachten ist, und wir irgendwo sitzen, Geschenke austauschen und auspacken, oder ob du daheim bei der Familie bist und meine Pakerl unter eurem Christbaum liegen. Auf jeden Fall hab ich aber die Möglichkeit dir ein paar Zeilen auf’s Aug’ zu drücken und das möchte’ ich natürlich nützen.
Vor fünf Monaten bist du nun einsam und verlassen ;) neben der Hochstrahlbrunnenbühne gesessen und ich hab dich gefragt ob du dich nicht zu uns an den Tisch setzten möchtest. Dann haben wir noch das ein oder andere Gläschen gekippt und sind mit der U-Bahn heim. Da war dann das erste Mal etwas. Etwas Unerklärliches, obwohl wir betont Distanz gehalten haben, hab ich in dem Moment begonnen mich in dich zu verknallen. (Nur wusste ich es in dem Moment noch nicht)

Der 22. Juli 2003

Am 23. Juli waren wir dann gemeinsam im Vorstadt (um früh in der Früh) – und du hast mir von Indien erzählt und deinen Fußmarschplänen, ich dir ein wenig über mein Leben… heimgebracht … Abschiedsbussi …

Der Abschied im Prinzip ein Beginn unglaublich aufregender 10 Tage – Date … Irish Pub … noch irgendwo – Musikerhände – Kuss. Keine Angst, die essentiellen Dinge dieser Nacht werde ich wohl bis ins Grab mitnehmen so einprägsam waren die.

Doch irgendwie hat’s sich ergeben, dass du einen Tag vor dem ersten Pardon? Konzert nach Griechenland fliegst – während Kathi beim Konzert da stand. Und ich dann mit der Schwester K. in Spanien, bei dir in Gedanken war.

„Ich möchte dich wieder sehen“ – Deine Worte sind ziemlich eingefahren. Das waren jene Worte, die du einen Tag vor unserem Abschiedsminifrühstück vorm Urlaub mir im Bett gesagt hast. So klar es für mich war, dass wir uns wieder sehen und küssen, so unklar war es wohl zu dem Zeitpunkt für dich.

Wir haben uns auch wiedergesehen … geküsst … gesext… einige tolle Tage mit dir.

Dann der Unfall deiner WG – ich wollte für dich da sein, dir zeigen, dass ich rund um die Uhr zu dir stehe wenn du etwas von mir brauchst … du wolltest allein’ sein … das hat sich wohl ziemlich gebissen.

„Wenn niemand bei dir ist, du denkst keiner dich sucht, du hast die Reise ins Jenseits vielleicht schon gebucht, und all die Lügen geben dir den Rest halt dich an deiner Liebe fest … Halt dich an deiner Liebe fest …

Wenn der Frühling und deine Seele brennt, du wachst nachts auf aus deinen Träumen, weil keiner bei der pennt, denn der auf dem du wartest dich sitzen lässt – halt dich an deiner Liebe fest … Halt dich an deiner Liebe fest …

Wenn der November Wind deine Hoffnung verweht, du bist so müde und weißt nicht wie’s weitergeht, wenn dein kaltes Bett, dich nicht schlafen lässt, halt dich an deiner Liebe fest … Halt dich an deiner Liebe fest …

(dieses Zitat nur, weil ich mir gerade die CD anhör, die du eventuell zu Weihnachten bekommst *ggg*)

Befreiend war dann die lange e-mail von dir, sehr befreiend. Meine Antwort darauf, hast du wohl noch in Erinnerung …

Wann war das wohl …

10.10.2003 – auch schon wieder 2 ½ Monate her … wie die Zeit verrinnt :o )

Danach hast du unser nächstes Treffen immer ein bisschen rausgeschoben. Und es war dann wunderschön.

Du hattest die Wohnzimmercouch ausgezogen, und wir sind darauf gelegen, haben uns gestreichelt, haben geredet…

Darauf folgte eine ungewisse, jedoch schöne Zeit mit dir.

Durchbrochen von den „Verschiebern“ die du immer wieder eingebaut hattest – und durch das Frühstück in Oberlaa wurde dann unsere Frühstücksdate Zeit geboren, in der wir grad’ drinnenstehen.

Das Highlight war meiner Meinung nach, oder die zwei Highlights:

- Silberkammer, als du mir viel von dir und deiner Familie erzählt hast…
- Schloss Wilhelminenberg, spazieren, von Mama beim Küssen erwischen lassen ;)

Und jetzt ist Weihnachten, oder unser Weihnachten oder dein Familienweihnachten – wie gesagt … das weiß ich jetzt noch nicht….

Eins kann ich dir aber versichern, du hast in den fünf Monaten eine ganz besondere Stellung in meinem Leben eingenommen.

Und – hab’s dir zwar eh schon ein paar Malta ;) …. Mal gesagt: Ich bin sooooooooo froh, dass es dich gibt!

(Hab Mal geschrieben und es wurde automatisch Malta draus)

Ich mag’ dir ein bisschen die Aufteilung der Geschenke erklären …

4 Geschenke für 3 Doris …

SPORT – MUSIK – LITERATUR Dori (siehe Zeichnungen)

Alles klar?

Die CD, die ich die ganze Zeit zum Liedtextzitieren missbrauche = MUSIK

Die Computer-Musik-CD …die NOCH NICHT DA IST!!!!! – für Deine Prüfung, die du hoffentlich nochmals probieren wirst und dann schaffst.

Die CD ist per Musik-online-Shop unterwegs und wird wohl erst beim ersten Treffen nach X-Mas, bzw. nach unserem Weihnachtsfest bei dir eintreffen :o ) – gehört aber auch zu MUSIK …. Tja trotz aller „Berger–Connections“ hat’s nicht rechtzeitig geklappt…
Das Sportzeugs ist fürs Club Danube Turnen, eine Sache die wir hoffentlich auch noch gemeinsam schaffen … oder halt dann radln im Frühling…

BUCH! Ja auch für dich – und ich glaub’ ein klitzekleinwenig passts zu dir… viel Spaß beim Durchblättern.

„Die Welt schaut rauf zu meinem Fenster, die müden Augen ganz staubig und scheu. Ich bin hier oben auf meiner Wolke, ich seh dich kommen, aber du gehst vorbei …

Es ist schön mit dir, schön mit dir, mein süßer Fisch

Frohe Weihnachten!!!!!!!!!!!! – Dein Peter“

Stille Nacht, heilige Nacht
[eduard ebel - leise rieselt der schnee]

24.12.2003 – Weihnachten! Bei Familie Berger ist Weihnachen immer ein wenig traurig. Denn der ganz große Bruder von Peter ist rund um Weihnachten gestorben. Noch als Baby. Deswegen wird selbstverständlich immer eine Kerze angezündet und an ihn gedacht.

Oma kommt immer, und man weiß natürlich nie wie viele Weihnachten es noch mit ihr geben wird. Oma Berger ist die beste und liebste Oma die man sich überhaupt so vorstellen kann. Für ihre zwei Enkelkinder hat sie immer ein Ohr und ein Auge offen und sie sind ihr ein und alles.

Für Peter sind es die ersten Weihnachten mit der Dori. Auch wenn Dori am Land bei ihren Eltern feiert, so liegen doch die Packerle da, die liebevoll von ihr verpackt wurden. Am Morgen hat Papa Tanzl noch ein Packerl von Peter geholt, das via Botenservice erst am 24. ankam.

Weihnachten bei den Bergers ist immer recht ähnlich. Zuerst wird mal gut gefuttert. Mama Berger ist eine kleine Meisterköchin und macht lauter gute Sachen. Hauptspeise ist traditionell irgendwas mit Fisch.

Danach das Packerle Auspacken. Oma zeigt dabei immer wie toll sie sich freuen kann. Zitat: „Des brauch ich eh nicht“ oder „tausch das um“ oder aber auch „geh ich sterb eh bald, viel zu teuer“.

Nichts desto trotz ist es toll mit Oma zu feiern und zu Weihnachten ist sie auch immer gut gelaunt mit Papa Berger die ein oder andere Runde zu schnapsen während die Familie wartet bis die Freundin von Peters älteren Bruder aufkreuzt.

Peter und Dori smsln derweil umher und telefonieren. Peter bekam von Dori eine Elchin. Eigentlich ist es eine Giraffe. Aber sie passt gut zu dem Elch, den er Jahre davor von der Schwester Katharina bekam. Und Peter beschließt daraufhin, dass der Herr Elch und die „Giraffe die so tut als ob sie eine Elchin wär’“ von nun an zusammen sind.

Dori kriegt dann gleich auch eine MMS mit Elch und der qasi Elchin.

Im Großen und Ganzen sehr schöne Weihnachten. „Mmhhh ich würd so gern mit dir jetzt kuschln Tanzl, träum süße. HDL und vermiss dich ganz toll“ tippselt Peter noch in sein Handy bevor er die Augen zumacht und an Dori denkend einmützt.
Es kracht mal wieder ordentlich
[paula cole - i don’t want to wait]

Die fünfte Staffel von Dawsons Creek läuft gerade in ORF 1 und Berger freut sich jedes Mal aufs Neue wenn er den Jungs und Mädels zusehen kann und bei den Dramen mitleben die sich dort ergeben.

„I don’t want to wait for our lives to be over, will it be so will it be – sorry.”

Es ist der 30.12. und nur noch einen Tag bis Silvester und zur großen Party. Angesagt haben sich die Schnecke, der Bassspieler von Pardon? mit seinem Sternchen. Bruder und Freundin von Bruder, der beste Freund von Berger und seine Freundin, über alle Zeiten gesehen bester Freund und sein aktueller Superkumpel. Letzterer ohne Freundin. Leider. Dabei ist der so ein netter und toller Kerl.

Peter schwingt sich in sein Auto und startet die Einkaufstour. Er möchte lauter verschiedene Ecken machen. Die X-Box Ecke, die Quiz Ecke usw, damit seine Gäste ja unterhalten sind.

Und dann soll es ein ganz toll besonderer Abend werden. Die Dori wird das allererste Mal bei ihm übernachten. Peter kauft ihr deswegen ein „survival package“. Verpackt in einer roten Krampustüte ist alles drin was Frau von heute so braucht. Zahnbürste, Zahnpasta, Abschminkzeugs, Duschgel, Shampoo … usw… ein richtig tolles kleines feines Sortiment. Peter freut sich schon so sehr aufs Einschlafen und Aufwachen. Er hofft, dass es die Nacht wird wo die zwei ihren Bund endgültig besiegeln und sagen, dass sie zusammen sind.

Der Tag vergeht schnell und der nächste auch und am frühen Abend sind schon die Gäste da. Der Abend entwickelt sich jedoch nicht so sehr zur Superparty wie Berger es gerne gehabt hätte. Klar gibt’s ein Quiz da, eine runde Worms 3D dort. Leckerein vom Buffet. Aber der Funken springt nicht über. Erst als dann nur noch die drei jungen Pärchen da sind wird’s lustig. Gitarre gespielt, getanzt … bis dann gegen zwei in der Früh nur noch Peter und Dori da sind, weil die anderen auf andere Partys oder nach Hause gehen.

„Duu Dori, ich hab was für dich.“ Peter führt Dori ins Gästezimmer und zeigt ihr das frisch gemachte Bett und das Survival Package. Dori freut sich zwar, doch schaut sie ihn mit großen Augen an und sagt: „Duuu Peter, ich hab mir vorhin ein Taxi für halb drei bestellt, ich hab ja Tom noch versprochen auch auf seiner Party zu sein.“

Peter ist traurig. „Du hast doch gesagt du bleibst nachher bei mir“, sagt er leise … „Ja aber Tom wäre sonst böse, wenn ich nicht noch bei ihm vorbeischau.“ Ok, dann lass uns ein bißl aufräumen und dann runtergehen, bei dem Schnee kommt der Taxler eh nie rauf.

Der einzigartige wunderschöne Schneekuss
[lutricia mcneal - perfect love]

Hand in Hand gehen Peter, der sich langsam mit der Situation abgefunden hat, und Dori runter und warten aufs Taxi. Unten angelangt zieht Peter Dori an sich und drückt Dori an sich. Der Kuss der darauf folgt ist der schönste Kuss den Peter bis dato erlebt hat. Ein unglaubliches Gefühl von zwei Menschen die nichts anderes wollen als sich spüren. Es ist „magic in the air“. Die Schneeflocken fliegen unbeirrt umher. Peter kommt sich vor als wäre eine Kamera auf sie gerichtet, die sich im Kreis dreht und die Umgebung unscharf erscheinen lässt, während Dori und er im Mittelpunkt der Welt stehen und es nichts Wichtigeres im Universum gibt als diesen einen Moment, diesen Kuss, diesen intensiven Ausdruck von zwei Menschen, die sich vielleicht dann und wann nicht sicher sind ob sie zusammen gehören. Aber in den Momenten wo sie sich sicher sind nichts anderes wollen außer den Partner.

„Magic Moments“ haben jedoch leider das Wort „moment“ enthalten. Und so durchbricht ein schrillendes Gehupe alles. Der Taxler ist da. Peter und Dori haben es schlichtweg nicht mitbekommen.

Um vier in der Früh schrickt Peter auf und bekommt: „Du, ich hätte lieber bei dir bleiben sollen, die Party ist eine Katastrophe und ich bin geflohen“ aufs Handy. Peter ruft darauf hin Dori an und fragt, ob er sie noch holen soll zum Einschlafen und Aufwachen. Dori klingt am Telefon komisch und meint, dass sie nur schlafen mag und sonst nichts, aber Mittagessen fein wäre so in 9 Stunden beim Griechen in Ottakring.